Mittwoch, 18. September 2013

Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.

Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste von allen Stunden steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.


Rainer Maria Rilke


(2012)

Dienstag, 6. August 2013

Ist das der Realismus? Das noch nicht Erreichte in die Wirklichkeit zu holen, das noch nicht Verwirklichte ans Licht zu ziehen? Ohne Erwartung, einen Schlussstein setzen zu dürfen, ohne den Gedanken an eine Belohnung. Der Sisyphos, den man sich ja als glücklichen Menschen vorzustellen hat (Camus), er musste den Felsen hinaufwälzen - ich dagegen habe das Gefühl, an etwas zerren zu müssen. Es ist jedenfalls nicht der immer gleiche Felsbrocken, mit dem ich es zu tun habe; ich weiß nicht einmal, was es ist, das ich zu befördern habe und ob es sich nicht verändert. Nicht einmal der Auftrag ist klar. Wenn derjenige ein Sisyphos ist, der beständig versucht, an Sinn zu gelangen und doch immer neu feststellen muss, dass sein logisches Gebäude zusammenfällt, wer bin dann ich, dem es nicht um Bedeutung sondern allein um die Wahrnehmung geht? Finde ich mich dann unter den Danaiden wieder, die erst gar nichts sammeln konnten?


(2011)

Das ist der Realismus, den ich meine: Alles nach seinen Grenzen zu beurteilen. Es gibt Grenzen der Fähigkeiten, Grenzen des Verstandes, Grenzen der Emotion und so weiter. Alles innerhalb dieser Vielzahl von Beschränkungen liegende ist Gegenstand meines Realismus. Dazu zählen die Beobachtung der Effekte, welche die Gedanken an Metaphysisches im Menschen erzeugen, aber auch die Vergegenwärtigung von Kommendem, die Erinnerung an Vergangenes und die Vorstellung von Nicht-Seiendem. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass ein realistisches Verhältnis zu diesen Dingen selbst möglich wäre, da es überhaupt unmöglich ist, zu ihnen vorzudringen. Wirklich realistisch ist immer nur das Verhältnis zur Grenze, sofern es überhaupt erst bewusst wird.

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Is this realism? To bring the not-yet-reached into reality and to pull the not-yet-realized into light? Without the hope to ever place a keystone, without the thought of any gratification. Sisyphus who should be imagined as a happy human being (Camus) had to roll the rock up the hill - to me it seems like I have to pull something. In any case it is not the unchangeable rock I have to deal with; I do not even know what it is I have to handle and if it is not changing. Not even the mission is obvious. If he who always tries to come to a meaning and always has to realize that his logic construction collapses is a Sisyphus, who am I not being interested in meaning but perception? Will I find myself more likely among the Danaides who were not even able to collect anything?

That is the realism I think of: to judge anything according to its limitations. There are limitations of abilities, limitations of understanding, limitations of emotions and so on. Everything that lies inside these many limits is part of my realism. This is the observation of the effects that metaphysical thoughts produce in a person but also the visualization of coming events, the memory of past and the imagination of the absent. To believe that a realistic relation to these things themselves were possible would be a mistake because it is impossible to even reach them. Only the relation to the limitation can be truly realistic, if it becomes conscious.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Der letzte der Herbste

Draußen ist Abstand – drinnen ist Zeit.
Kein Heimweh, das nicht um die Unschuld klagt.
Zählt man die Schritte, sind die Wege weit;
man ist man selbst, verspricht, verzeiht.
Und doch wird nie ein Wort gesagt.

Da ging der Mensch hin und kam nicht zurück.
Ist vorneweg gelaufen und geblieben.
Hat ganz alleine dort sein Stück
von Wirklichkeit: das Andere zum Glück
gelernt als noch nicht Eigenes zu lieben.


(2011)

Samstag, 27. Juli 2013

Die einzige zu rechtfertigende Religion müsste die der Realität sein. Nichts als der echte Augenblick, die reine Anwesenheit, das Unerreichbare weil immer gerade Erreichte kann bedeutsam sein, denn nur hier entzünden sich die Geschichten. Geschichte, das meint Erzählung, also die Darstellung von Abwesendem. Geschichte heißt auch Kristallisation, das im unveränderlichen Stillstand verharrende Unsichtbare. Nur der jetzige Moment ist in unserem Bewusstsein hell und flüssig. Wie ist es möglich, dass dieser Gedanke niemals die Blüte erreicht hat, die ihm angemessen wäre - die Erkenntnis der aktuellen Realität als Dreh- und Angelpunkt allen Geschehens?


(2013)

Hätte nicht spätestens die Entwicklung der Fotografie diese "Religion" hervorbringen müssen, weil sie uns das Daseiende vor Augen führt, indem sie es da sein lässt? Damit ist keinesfalls stumpfer Empirismus und Technikvernarrtheit gemeint. Das hat es zur Genüge gegeben mit teilweise den entsprechend fatalen Folgen, die damit einhergehen mussten. Der Fehler dabei war, die Werte mit ins Bild nehmen zu wollen, die sich eigentlich überhaupt nicht mit der Erfahrung von Realität vertragen. Werte sind Ideale, die zwangsläufig an der Strahlkraft des Reellen zugrunde gehen. Sie lösen sich schlicht und einfach auf wie Nebel im Licht der aufgehenden Sonne. Keine einzige menschliche Idee findet Platz in diesem minimalen Raum, der sich mit dem tatsächlichen Augenblick auftut - erst recht nicht die Vorstellung eines sprechenden und meinenden Gottes.

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The only justifiable religion must be the one of reality. Nothing can be meaningful but the true moment, the pure presence, the aspect of the unreachable that is always just reached, because that is where stories are ignited. History means telling - the display of something absent. History means crystallization, the invisible that remains in unchangeable standstill. Only this very moment is bright and fluid in our consciousness. How is it possible that this thought has never drawn an appropriate attention as it is the insight in current reality as the cardinal point of all events?

The evolution of photography should have had created this "religion" at the latest because it shows us everything that is there quite plainly by letting it be there. This is far from dull empiricism and technology's infatuation. We have had that already with all it's partially fatal consequences. The fault was to try to bring the values into the picture, but values actually cannot get along with the experience of reality. Values are ideals that have to die off in the brightness of reality. They simply dissolve like mist in the light of the rising sun. Not even a single human idea finds room in the minimal space of the real moment - particularly not the imagination of a speaking and meaning god.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Der Blick schult sich doch immer an den Gegebenheiten. Welchen Nutzen hat es da, etwas dazu zu erfinden, wo doch alles schon da ist. Als biete die Wirklichkeit nicht genügend, um damit zu arbeiten und daraus zu lernen. Es ist schon schwierig genug, die richtige Auswahl zu treffen, den geeigneten Moment abzuwarten und bereit zu sein, das anzunehmen, was sich zeigt. Gibt es sich doch so freiwillig her, wenn man nur die Augen hat, zu sehen.

Meine Philosophie in diesen Dingen, wie könnte ich sie in Worte fassen? Am ehesten ist es wohl eine Schule des Respekts, durch die ich gehe, denn erst wenn ich den Dingen jenen Raum gestatte, der ihnen gebührt, werden sie Ausdruck meiner Kunst. Diese Kunst besteht darin, alles zum Klingen zu bringen nach seiner je eigenen Stimme. Es geht darum, den günstigsten Winkel einzunehmen, die beste Akustik zu erhaschen, in welcher der Ton am vollsten und deutlichsten klingt. Und, oh je, da höre ich auch schon die Einwände: "Was für eine Anmaßung! Als ob er zu beurteilen hätte, von woher die deutlichste Sprache zu vernehmen ist."


(2011)

Sicher ist es eine Anmaßung; ich mute mir dieses Talent in der Tat zu. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass dies meine besondere Fähigkeit, meine Gabe ist und dass ich es als meine eigenste Aufgabe ansehe, eben dieses Talent aus mir herauszuschälen so gut ich nur kann. Denn ich weiß sehr wohl um das Misstrauen meiner Zeit allem Subjektiven gegenüber, die nur die nüchterne Überprüfung, die Statistik und den "belastbaren" Wert gelten lassen möchte. In diesem Denken existiert kein Platz für das Fühlen, das aber doch Voraussetzung ist, um erfahren zu werden. Keine Weisheit ist das Ergebnis bloß kühler Schlussfolgerung. Die Nüchternheit kennt das Wagnis nicht, das die Kunst erfordert.

Genau das aber ist der Respekt, jene Ethik des Betrachtens, die den Schauenden nicht leugnet und das Geschaute nicht reduziert. Das kann nur die wahre Liebe leisten, dem da Seienden zugewandt und es nehmend ohne einen Gedanken an Perfektion zu verschwenden. Nicht das Ideal beherbergt, was sich lohnen würde zu suchen - das Geheimnis ist längst angekommen und spricht bereits, seine Zeichen sind sogar so deutlich, dass es eher schwer fallen muss, sie nicht zu sehen.
Ohne das unstillbare Verlangen, wieder und wieder hinzusehen, ohne das verzweifelte Bemühen, jene poetischen Momente der Klarheit, der Wahrheit schlechthin, zu fassen, nur um sie erst denken zu können, ist alles wertlos. Ich will gar nicht erst von Seele sprechen, denn das hieße einen Begriff zu gebrauchen, der vorbelastet ist. Visionen sind es vielleicht, irgendwo zu suchen zwischen der bangen Sehnsucht Pascals und der trotzigen Gewissheit eines Nietzsche - es sind Bilder, die den halben Weg gegangen sind vom Himmel herab auf die Erde zu und jetzt keinen Fuß mehr fassen können und nicht wissen, wohin.

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The gaze trains itself on the basis of the conditions. If everything is already there, of what use is it to invent anything in addition. As if reality would not have enough in store to work with and to learn from. It is difficult enough to make the right selection, to wait for the adequate moment and be willing to accept what appears. It devotes itself so voluntary if you have the eyes to see.

How could I describe my philosophy in these things? It seems to be most approximately a school of respect through which I go because things do not become an expression of my art until I allow them their duly space. This art means bringing everything to sound in it's very own voice. The point is to find the most fortunate angle, to catch the best acoustics in which the tone is most resonant and clear. And, oh dear, I can already hear the demurs: "What arrogance! How can he know from where the most articulate language can be heard?"

Of course it is arrogance; I impute this talent to myself indeed. I go even further by saying that this is my special ability, my gift and that I consider it as my personal duty to crystallize this talent out of myself as good as I can. Because I know very well about the suspiciousness of my contemporaries that only accept sober examination, statistics and "authoritative" value toward everything subjective. In this thinking there is no room for feeling, but that would be precondition to become experienced. Wisdom is not alone the result of unagitated reasoning. Sobriety is ignorant of hazard which is a precondition of art.

But exactly this is the respect, this ethics of the view that does not deny the viewer nor reduce the viewed. Only true love that is facing the very present and taking it without wasting a thought on perfection can achieve this. The ideal does not shelter anything that would be worth to be searched for - the secret arrived long ago and it speaks, it's signs show so clear that it is even hard to not see them. Everything would be worthless without the insatiable desire to look and look again, without the desperate effort to grasp these poetic moments of clarity, of truth per se, only to become able to think them. Speaking of soul would mean to use a biased term. Perhaps they are visions from somewhere between Pascal's frightened yearning and the sullen doubtlessness of Nietzsche - they are images that have traveled half the way from heaven to earth and that now cannot gain ground and do not know where to turn.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Da ist er also, dieser eine Moment, und ich muss gestehen, dass er immer größer war als ich selbst, dass ich nie ganz bereit war, ihn völlig in mich aufzunehmen. Da sind immer und immer wieder diese kleinsten Dinge, die fliehen vor meinem Blick, weil es doch nicht genügt, die Augen zu öffnen, um zu sehen. Reichten überhaupt meine Ideen aus, das Dasein zu fassen? Vielleicht nicht diejenigen, die ich erworben sondern nur die, die ich mitgebracht habe. Aber kann es denn tatsächlich etwas geben für mich, das älter ist als ich selbst? Ich schaue und schaue und dann denke ich: Weil es jetzt passiert, passiert es ständig.

Kann ich denn nicht schon in diesem Moment alles gewesen sein, was ich sein kann? Den möchte ich erst einmal kennenlernen, der mir sagen könnte, warum nicht. Er müsste mir dann schon erklären, welcher Stein oder welcher Tropfen mich denn davon abgehalten hat, nicht den Weg zu wählen, den ich gewählt habe, nicht die Worte zu gebrauchen, die ich benutzt habe. Und überhaupt - wie verwandeln sich denn Steine in Worte durch mich?


(2011)

Wenn ich selbst eine Antwort geben müsste, bliebe mir kaum etwas anderes zu sagen als: Ich war dieser Moment. Zwischen ihn und mich passt kein Blatt Papier, keine Folie, die etwas anderes tragen könnte als ihn oder mich. Wir bedingen einander. Ins Dasein aufzutauchen hieße dann festzustellen, dass es keine Tiefe hat, aus der man kommen könnte. Unter der Oberfläche bliebe dann alleine die Abwesenheit zurück, die so viel bedeutet wie: Es kann sein, es kann aber auch nicht sein. Die Oberfläche ist also die Wahl, die getroffene Entscheidung. Was nicht da ist, ist unsichtbar - was unsichtbar ist, ist nicht da... Ich kann nicht einmal mein eigenes Gesicht sehen.

War dies dann der Moment, der bereit war, mich aufzunehmen? Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich einige Schritte auf ihn zu gegangen bin, um mich in ihn zu stürzen. Wer weiß, wohin. Vielleicht dahinter etwas vermutend, erwartend. Da war das Gefühl, jetzt etwas Wichtiges zu tun und nicht nur zu warten. Schließlich empfinde ich es als eine Zumutung, allein der Zeit alles zu überlassen. Womöglich hat auch dieser Moment nur auf mich gewartet, um sich endlich zu erfüllen durch meine Tat und sich dann niederzulassen in meiner Geschichte.

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There it is finally, this single moment and I have to admit that it has always been greater than me and that I was never actually prepared to absorb it completely. There are always and always again these most small things that flee from my gaze because it is simply not enough to open your eyes for seeing. Would my ideas even suffice to capture existence? Perhaps not those that I acquired but the ones that I brought with me. But could something possibly exist for me which is older than me? I look and look and then I think: Because it happens now, it happens forever.

Couldn't I have been everything that I can be in this one single moment? I would really like to get to know the person who could tell me why I could not. He would then have to explain to me which stone or which drip should have restrained me from not choosing the way I have chosen and not using the words I have used. Actually - how do stones become words through me?

If I had to give an answer myself, there would be nothing left to say but: I was this moment. No piece of paper would fit there between me and it, no sheet that could carry anything but it or me. We condition each other. To emerge into existence then means to recognize that it has no depth from which you could come. Below the surface there would stay absence alone and it's meaning would be: to be or not to be. So the surface is choice, the reached decision. What is not there is invisible - what is invisible is not there... I cannot even see my own face.

Was this the moment that was ready to absorb me? I can remember very well taking a few steps toward it to hurl myself into it. Who knows whereto? Maybe assuming, expecting something behind it. There was this feeling to do something important now and not just to wait. After all I consider leaving everything to the passing of time as an unreasonable demand. Maybe this moment also just waited for me to fulfill itself finally through my act and to settle then in my history.

Sonntag, 14. Juli 2013

Das Zurücklassen hat zwei gänzlich unterschiedliche Gesichter, die doch wie die zwei Seiten derselben Münze unzertrennlich sind. Da ist der Aufbruch, der mich an neue Ufer vordringen lässt, die ich noch nie zuvor erblickt habe und da ist der Abschied, der mich von Bekanntem und auch Geliebtem unwiderruflich fortreißt. Wenn ich die Münze nun werfe, welche Seite wird sie mir zeigen?

Manchmal beschleicht einen das Gefühl, dass sich das Zurückgelassene nie ganz von einem lösen will, dass es einem vielmehr an jedem beliebigen neuen Ort auflauert und mit seiner Abwesenheit anklagt. Es lässt sich ja nicht bestreiten, dass es einmal da gewesen ist. Hat man es nun mit seinem Aufbruch im Stich gelassen, hat man seine Verantwortung ihm gegenüber nicht wahrgenommen? Dieser Gedanke hat die Macht, in den Wahnsinn zu treiben.


(2012)

Vielleicht hält die Aussage, dass Bewegung unvermeidlich und dass ohne sie kein Leben denkbar ist, keinen wirklichen Trost bereit; vielleicht erscheint sie sogar kalt und egoistisch, ihr Argument schal und rücksichtslos. Aber sie hat ihre Wahrheit. Denn es ist doch so, dass man dem stummen Drang irgendwann folgen muss, der sich im Inneren aufstaut und sein Recht beständig einfordert, indem er das Gegenwärtige in Frage stellt. Er wird nicht verschwinden, denn er kennt keine Zeit und kein Vorübergehen. Ihm gegenüber kann man sich lediglich taub stellen, aber über ihn zu triumphieren ist unmöglich.

Hier und vielleicht nur hier hat das das Individuum seinen Platz - vielleicht sogar mehr als den meisten lieb ist. Denn es muss akzeptieren, dass die Brücken, die es mit seiner Umwelt verbinden, nicht unvergänglich sind. So wie aus einer Landmasse mehrere Inseln werden können, können aus einer Welt zwei Welten werden. Aber sind sie nicht auch dem gleichen Gesetz unterworfen, das für alle gilt und das lautet: Dein Charakter und dein Leben seien eins? Das heißt, gibt es denn eine Alternative? Ein Nein zum Wunsch ist auch ein Nein zum Leben. Und das menschliche Leben mit seinen unzähligen Beschränkungen erlaubt nicht, den Bogen beliebig zu spannen. Ein sinnvolles und zufriedenes Dasein ist nur innerhalb seiner statischen Gegebenheiten möglich - und es setzt die Akzeptanz dieses Zustands voraus.

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Leaving behind always has two very different faces but they are as inseparable as the two sides of one coin. There is departure which gives me the chance to reach new shores I have never seen before and there is parting which snatches me away irrevocably from the familiar and beloved. If I toss the coin now, which side will it show?

Sometimes you have the feeling that what you left behind will never quite peel away from you but rather waylay in any new place and accuse you there with it's absence. It indeed cannot be denied that is has been there once. Did you turn your back on it when you departed, did you not assume your responsability for it? This thought has the power to drive you mad.

Maybe there lies no solace in the statement that movement is inevitable and without it there would be no life; maybe it seems even cold and egoistic, it's argumentation appears to be moldy and reckless. But it has it's truth. Because isn't it that at some point you have to accommodate the silent urge that is building up inside and that calls for it's right by questioning the status quo. It will not vanish because it is ignorant of time and elapsing. You can turn a deaf ear but it is impossible to triumph.

Here and maybe only here is the place for the individual - to an extent that most individuals are perhaps not likely to appreciate. Because they have to accept that the bridges between themselves and their surroundings are instable. And as one landmass can become several islands, one world can become two worlds. But are they not subordinated under the same law which applies to all and which goes: your character and your life shall be one? That means, is there an alternative? Saying no the the wish means saying no to life. And with it's countless limitations human life does not allow to draw a bow at one's own will. It is only possible to spend a reasonable and peaceful life within it's statical conditions - and prior to this that state needs to be accepted.